Professionelle Mobilfunknetze: POLYCOM – Das Schweizer Sicherheitsfunknetz
Siemens Schweiz, Civil and National Security, konzentriert sich auf die spezifischen Bedürfnisse öffentlicher Sicherheitsorganisationen. Sie realisierte weltweit mehrere hochmoderne professionelle digitale Mobilfunknetze. Grösstes und anspruchvollstes Projekt ist das schweizerische Sicherheitsfunknetz POLYCOM.
Früher galt auch in der Schweiz das Prinzip "eine Organisation = ein Funknetz". Die Bedrohungsformen des 21. Jahrhunderts zeigen aber: Sicherheitsorganisationen müssen immer dringender über die geographischen und organisatorischen Grenzen hinweg zusammenarbeiten. Der technische Fortschritt in der modernen digitalen Mobilfunktechnologie ermöglicht dies. Eine schnelle, zuverlässige und einfache Kommunikation ist machbar.
Ein übergreifendes nationales Sicherheitsfunknetz stellt aussergewöhnlich hohe Anforderungen an seine Erbauer. Besonders, wenn es von vielen unterschiedlichen staatlichen Organisationen spezifiziert, finanziert und benutzt wird. Siemens erfüllt die Ansprüche. Das Unternehmen befindet sich zurzeit auf der Zielgeraden, um dieses oft noch sehr heterogene Netz in ein einheitliches nationales Sicherheitsfunknetz zu überführen.
POLYCOM - Einheitlich und eigenständig.
POLYCOM ist ein Funknetz für alle Sicherheitsorganisationen. Und eines, das dennoch die Eigenständigkeit jeder einzelnen Organisation gewährleistet.
• mehr als 50 Organisationen
• mehr als 50 Funkleitstellen
• mehr als 700 Basisstationen
• mehr als 40’000 Funkgeräte
Gemeindepolizei
• Grenzwache
• Bevölkerungsschutz
• Feuerwehren
• Notfall- und Sanitätsdienste
• Armee
• usw.
Viele Regionalnetze. Ein nationales Sicherheitsfunknetz
Das nationale Sicherheitsfunknetz POLYCOM besteht aus mehreren regionalen Funknetzen. Jeder Kanton (entspricht einem Bundesland oder Staat) beschafft sich eines oder mehrere solcher Regionalnetze für seine Organisationen. Diese Regionalnetze werden von den Kantonen betrieben. Der Bund koordiniert lediglich ihren Aufbau, die Ausbildung und den Betrieb. Er beteiligt sich an den Kosten, denn die Regionalnetze werden auch von den nationalen Organisationen benutzt.
Als erstes werden die Standorte und Frequenzen geplant. Danach gilt es, die einzeln erstellten Funknetze zu vernetzen. Und zwar so, dass der einzelne Teilnehmer zwar nur noch ein Netz sieht, die Eigenständigkeit der Kantone und Organisationen aber dennoch gewahrt bleibt. Dabei betreibt jede Organisation ihre eigenen Funkleitstellen bzw. Einsatzzentralen. Diese wiederum können nun auf mehrere Regionalnetze, unabhängig von den anderen Organisationen, zugreifen.
Nationales Mobilfunknetz: Eines für alle.
In einem Regionalnetz bewegen sich viele Organisationen: regionale, kantonale und nationale. Jede einzelne will unabhängig, unsichtbar von den anderen, operieren. Dabei muss sie aus ihrer eigenen Einsatzzentrale heraus geführt werden. Zu diesem Zweck erhält jede Organisation praktisch ein eigenes virtuelles Kommunikationsnetz.
Im Not- oder Katastrophenfall werden die Organisationen oder einzelne Einsatzgruppen innert Sekunden gezielt zusammengeschaltet. So können sie sofort in derselben Gruppe direkt miteinander kommunizieren. Die betroffenen Einsatzgruppen der Polizei, Feuerwehr und Personenrettung werden nicht mehr von unbeteiligten Dritten gestört, wie dies mit der bisherigen Festkanaltechnik der Fall war.
Die Organisationen operieren aber nicht nur innerhalb eines Regionalnetzes. Insbesondere nationale Organisationen bewegen sich in vielen Regionalnetzen und werden ebenfalls aus ihren eigenen Funkleitstellen heraus geführt. Doch wie stellt man sicher, dass insbesondere im Katastrophenfall sofort die richtigen Einsatzgruppen zusammengeführt werden und etwa der Notruf eines Teilnehmers zur richtigen Funkleitstelle gelangt?

S-PRO Multi-Network and Modular Dispatch System lautet die Antwort.



